Sounds like Jakomini

 

Marjana Bratuša

In der digitalen Zeit kann man sich alles leichter vorstellen. Die Fotos der Marokko-Reise deiner Eltern sind schärfer, das Hochzeitsvideo der Cousine zweiten Grades kann man sich mit 3D-Brille anschauen, und die e-Postkarten deiner Freundin, die einen Road Trip durch die USA macht, sind in deiner Inbox schneller als sie zum Photographen »Cheese« sagen kann.

Wie kann man aber etwas Visualisieren, das man nicht visuell wahrnehmen kann? Wie wird Sound sichtbar?

Das Hören und Sehen sind im menschlichen Gehirn eng verbunden. Der Effekt, den Musik auf ein Individuum hat, kann dramatisch vergrößert werden mit Hilfe eines visuellen Stimulators.

Bei »Sounds like Jakomini« werden die Geräusche, der Sound und die Frequenz des Jakominiviertels visuell dargestellt. Die Frequenzen werden grafisch dargestellt und die Geräusche der Bim, der Straßen und der Kaffeetassen im Café zu einem Sound zusammengefügt. Und es klingt nach Jakomini. Bei dem Projekt wird mit verschiedenen Methoden versucht, den Sound der Straße sichtbar zu machen. Mit Grafik und Soundwaves am Plakat, als 3D-Objekt und als Audio-Postkarte.

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